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18-monatiger VBD

Die Ausgestaltung und Durchführung des 18-monatigen Vorbereitungsdienstes erfolgt auf der Grundlage der Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus über den Vorbereitungsdienst und die Staatsprüfung für Absolventen mit Masterabschluss sowie die Zweite Staatsprüfung für Lehrämter an Schulen im Freistaat Sachsen vom 12. Januar 2016, zuletzt geändert durch Artikel 9 des Gesetzes vom 11.12.2018, in der jeweils aktuellen Fassung.

Wichtiger Hinweis:

Das Gesetz zur Änderung beamten-, besoldungs- und versorgungsrechtlicher Vorschriften zur Umsetzung der Verbeamtung von Lehrkräften im Freistaat Sachsen vom 11.12.2018 wurde bei der Überarbeitung dieser Seite berücksichtigt.

Ziele der Ausbildung

Die Studienreferendare für die Lehrämter an Grundschulen, an Oberschulen, an Gymnasien, an berufsbildenden Schulen und für das Lehramt Sonderpädagogik sollen die pädagogischen und fachdidaktischen Kenntnisse, Erfahrungen und Fähigkeiten, die sie während des Studiums an der Hochschule erworben haben, in engem Bezug zur Schulpraxis so erweitern und vertiefen, dass sie verantwortlich und erfolgreich den Erziehungs- und Bildungsauftrag als Lehrkräfte wahrnehmen können.

Mit dem Bestehen der Staatsprüfung wird die Lehrbefähigung für das Lehramt an Grundschulen, an Oberschulen, an Gymnasien, an berufsbildenden Schulen oder für das Lehramt Sonderpädagogik in den jeweiligen Unterrichtsfächern, Förderschwerpunkten oder beruflichen Fachrichtungen erworben.

Zulassungsverfahren und Ansprechpartner

Zulassungsvoraussetzungen gemäß § 5 Abs. 2 LAPO II:

Bewerber mit Zugang zum Vorbereitungsdienst für das Lehramt an Gymnasien können sich auch zum Vorbereitungsdienst für das Lehramt an berufsbildenden Schulen oder das Lehramt an Oberschulen bewerben.

Zulassungsantrag gemäß § 6 Abs. 1 LAPO II:

Die bisherige Nummer 10 des § 6 Abs. 1 Satz 4: "bei Bewerbern für das Lehramt an berufsbildenden Schulen ein Nachweis über das Betriebspraktikum oder die abgeschlossene Berufsausbildung gemäß § 5 Abs. 1 Satz 1 Nummer 3" entfällt.

Bitte beachten Sie, dass der Antrag (Online-Antrag) auf Zulassung zum Vorbereitungsdienst bis zu dem jeweiligen Bewerbungsschluss (Ausschlussfrist!) im Landesamt für Schule und Bildung (nach Ausdruck des Online-Antrages) schriftlich eingegangen sein muss. Ein Nachreichen von Unterlagen ist grundsätzlich nicht möglich. Eine Ausnahme gilt nur für das Zeugnis über die Erste Staatsprüfung/den lehramtsbezogenen Master-Abschluss bzw. eine vorläufige Bescheinigung über das Bestehen der entsprechenden Prüfung, das Zeugnis über das Bestehen einer entsprechenden Erweiterungsprüfung und von Bewerbern, die das Fach Evangelische Religion oder Katholische Religion gewählt haben, die vorläufige kirchliche Unterrichtserlaubnis.

Einstellung Bewerbungsschluss Nachreichfrist
01.02.2019 01.09.2018 01.12.2018
01.08.2019 01.03.2019 01.06.2019

Maßgebend für die Einhaltung der Bewerbungsfrist ist der Eingangsstempel des Landesamtes für Schule und Bildung.

Kontaktdaten für die Einstellung in den Vorbereitungsdienst sind:

Landesamt für Schule und Bildung, Standort Dresden

Großenhainer Straße 92, 01127 Dresden

Landesamt für Schule und Bildung, Standort Leipzig

Nonnenstraße 44c, 04229 Leipzig
Dienstag: 9:00 Uhr – 12:00 Uhr und 13:30 Uhr – 16:00 Uhr  
Donnerstag: 9:00 Uhr – 12:00 Uhr
(im Einzelfall ist eine individuelle Terminabsprache telefonisch möglich)

Ablauf der Ausbildung

Der Vorbereitungsdienst dauert 18 Monate und beginnt am 1. Februar und am 1. August eines jeden Jahres. Er gliedert sich in drei Ausbildungsabschnitte, jeder Abschnitt dauert ein Unterrichtshalbjahr.

Der Studienreferendar arbeitet an vier Wochentagen in seiner Ausbildungsschule und an einem Tag der Woche an der zugewiesenen Lehrerausbildungsstätte des Landesamtes für Schule und Bildung an den Standorten Chemnitz, Dresden und Leipzig.

Während des Vorbereitungsdienstes befindet sich der Studienreferendar, wenn er die Voraussetzungen für die Ernennung zum Beamten erfüllt, in einem Beamtenverhältnis auf Widerruf. Andernfalls wird der Vorbereitungsdienst in einem öffentlich-rechtlichen Ausbildungsverhältnis im Sinne des § 18 Abs. 2 Satz 1 des Sächsischen Beamtengesetzes absolviert.

Vorbereitungsdienst in Teilzeit

Seit dem 01.02.2017 ist es auch möglich, den Vorbereitungsdienst in Teilzeit zu absolvieren, wenn der Studienreferendar

  • mindestens ein Kind unter 18 Jahren oder einen nach ärztlichem Gutachten pflegebedürftigen sonstigen nahen Angehörigen tatsächlich betreut oder pflegt,
  • neben dem Vorbereitungsdienst noch in einem weiteren Fach oder einer weiteren Fachrichtung eine Erweiterungsprüfung nach § 22 Lehramtsprüfungsordnung I anstrebt oder
  • neben dem Vorbereitungsdienst habilitiert oder eine Dissertation bearbeitet.

In diesem Fall dauert der Vorbereitungsdienst 24 Monate und wird im öffentlich-rechtlichen Ausbildungsverhältnis nach § 18 Abs. 2 Satz 1 des Sächsischen Beamtengesetzes absolviert. Der Antrag auf Durchführung des Vorbereitungsdienstes in Teilzeit muss bereits mit dem Antrag auf Zulassung zum Vorbereitungsdienst gestellt werden. Da die Unterrichtsverpflichtung während des Vorbereitungsdienstes in Teilzeit nach § 14 Abs. 6 Lehramtsprüfungsordnung II reduziert wird, werden während des gesamten Vorbereitungsdienstes von 24 Monaten Ausbildungsbezüge in Höhe von 75% der vollen Ausbildungsbezüge gewährt.

Berufsbegleitender Vorbereitungsdienst

Der Vorbereitungsdienst kann auf Antrag auch berufsbegleitend absolviert werden. Zum berufsbegleitenden Vorbereitungsdienst kann zugelassen werden, wer im Freistaat Sachsen unbefristet an einer öffentlichen Schule mit mindestens der Hälfte des Regelstundenmaßes tätig ist.

In Abweichung von § 12 Abs. 2 Lehramtsprüfungsordnung II ist eine Eingangsphase, die der Einführung in die Erziehungs- und Unterrichtstätigkeit unter Anleitung (begleiteter Unterricht) dient, im berufsbegleiteten Vorbereitungsdienst nicht vorgesehen. Aus diesem Grund dauert der Vorbereitungsdienst in diesem Fall 12 Monate.

Der Vorbereitungsdienst schließt mit einer Staatsprüfung ab.

Den Antrag und das Merkblatt zum berufsbegleitenden Vorbereitungsdienst für ein Lehramt an Schulen im Freistaat Sachsen gemäß LAPO II finden Sie in der rechten Spalte dieser Seite. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem genannten Merkblatt.

Ausbildung am Landesamt für Schule und Bildung

Die Ausbildung der Studienreferendare am Sächsischen Landesamt für Schule und Bildung  umfasst Schwerpunkte der Didaktik und Methodik unter Berücksichtigung der Bildungswissenschaften in Bezug auf die Unterrichtsfächer, die Förderschwerpunkte oder die beruflichen Fachrichtungen. Zudem werden Schwerpunkte des Schulrechts gelehrt.

Der Studienreferendar wird von seinen Ausbildern (Lehrbeauftragten) betreut. Grundlage dafür bilden die im Curriculum definierten Ausbildungsziele. Die Lehrbeauftragten vermitteln praxisbezogen und kompetenzorientiert die festgelegten Ausbildungsinhalte, hospitieren im Unterricht des Studienreferendars, besprechen mit ihm die hospitierten Unterrichtsstunden und geben ihm Gelegenheit, in ihrem Unterricht zu hospitieren.

Ausbildung an der Ausbildungsschule

Während des ersten Ausbildungsabschnittes absolviert der Studienreferendar wöchentlich in der Regel 16 Unterrichtsstunden. Er hospitiert und führt zunehmend wöchentlich acht bis zehn Stunden begleiteten Unterricht durch.

Ab dem zweiten Ausbildungsabschnitt hospitiert der Studienreferendar in seinen Unterrichtsfächern oder beruflichen Fachrichtungen mindestens drei Unterrichtsstunden wöchentlich und unterrichtet in der Regel zwölf Unterrichtsstunden pro Woche selbstständig. Der selbstständige Unterricht erfolgt im Rahmen eines Lehrauftrages. Die Mentoren hospitieren je Unterrichtsfach oder beruflicher Fachrichtung in der Regel zwei Stunden monatlich. Im Lehramt an Grundschulen hospitieren die Mentoren je Gebiet der Grundschuldidaktik und im Fach in der Regel eine Stunde monatlich.


Der Schulleiter bildet den Studienreferendar in Angelegenheiten der Schulorganisation aus. Er beauftragt einen Mentor, der auch in die inhaltlichen und organisatorischen Aufgaben des Klassenlehrers einführt, und einen weiteren oder mehrere weitere Mentoren für die jeweiligen Unterrichtsfächer, den Förderschwerpunkt oder die beruflichen Fachrichtungen. Die Mentoren begleiten, beraten und unterstützen den Studienreferendar regelmäßig während seiner Ausbildungszeit.

Seiteneinstieg in den Vorbereitungsdienst

Auch mit einem nicht lehramtsbezogenen Hochschulabschluss ist es im Freistaat Sachsen möglich, sich für den Vorbereitungsdienst zu bewerben.

Nähere Informationen finden Sie in dem Merkblatt „Seiteneinstieg in den Vorbereitungsdienst“.

Für die Bewerbung in den Vorbereitungsdienst ohne lehramtsbezogenen Hochschulabschluss gelten die allgemeinen Ausführungen zu der Bewerbung für den Vorbereitungsdienst.

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Onlinebewerbung und Download der Bewerbungsunterlagen

Vielen Dank für Ihr Interesse an einem Vorbereitungsdienst für die Lehrämter an Schulen im Freistaat Sachsen. Die Bewerbungsfrist für den am 01.02.2019 beginnenden Vorbereitungsdienst ist leider abgelaufen. Die Bewerbungsunterlagen sowie das Onlinebewerbungs-Portal für den am 01.08.2019 beginnenden Vorbereitungsdienst (Bewerbungsfristablauf: 01.03.2019) finden Sie hier:

Vorbereitungsdienst, berufsbegleitender Vorbereitungsdienst, Seiteneinsteiger

Hinweis zum Anwärtersonderzuschlag

Im Falle einer Antragstellung zur Zulassung zum Vorbereitungsdienst ab 01.08.2019 vermerken Sie bitte bei der Angabe der Wünsche zur Einsatzschule, ob Sie an einem Zuschlag interessiert sind.

Gemeinden, für deren Schulen die Zuschläge gezahlt werden, sind alle die im Blog nicht benannten Gemeinden.

Sollten Sie bereits einen Antrag abgegeben haben, können Sie bezüglich des Schulwunsches im Zusammenhang mit dem Anwärtersonderzuschlag noch Änderungen bei der Zulassenden Stelle spätestens bis 01.03.2019 anzeigen.

Über die Presseinformation hinausgehende Regelungen können noch nicht veröffentlicht werden. Das SMK erarbeitet eine Verwaltungsvorschrift, auf deren Grundlage weitere Schritte zur Umsetzung festgelegt und an dieser Stelle veröffentlicht werden können.

Rechtliche Grundlage

Bekanntmachung des Sächsischen Staatministeriums für Kultus gemäß § 33 der Lehramtsprüfungsordnung II vom 8. Oktober 2018

© Sächsisches Staatsministerium für Kultus