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Seiteneinstieg

1. Bin ich für den Seiteneinstieg in den Lehrerberuf geeignet?

Arbeiten Sie gern mit anderen Menschen zusammen? 
Haben Sie ein Faible für Ihre künftigen Schüler? 
Geben Sie Wissen gern weiter? 
Besitzen Sie starke Nerven und eine Portion Humor? 
Sind Sie konfliktfähig, belastbar und flexibel? 
Haben Sie ein gutes Zeitmanagement?

Wenn Sie diese Fragen für sich mit Ja beantworten und wenn Sie bereits pädagogische Erfahrungen gesammelt haben, könnte der Lehrerberuf  für Sie das Richtige sein. 
Hier haben Sie die Möglichkeit Ihre persönliche Eignung umfassend selbst zu testen: Career Counseling for Teachers

Um den anspruchsvollen Weg eines Seiteneinstiegs in den Lehrerberuf bewältigen zu können, benötigen Sie zusätzlich eine hohe Motivation und Durchhaltvermögen. 

Wenn Sie im Vorfeld Ihrer Bewerbung die Möglichkeit haben, vor Ort  praktische Erfahrungen zu sammeln und ein Gefühl dafür zu bekommen wie Schule funktioniert, dann sollten Sie dies nutzen. Das kann zum Beispiel ein Tätigkeit  im Rahmen der Ganztagsangebote an Schulen sein oder als  Vertretungslehrkraft. Nähere Informationen dazu finden Sie hier.

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2. Welche formalen Voraussetzungen muss ich für einen Seiteneinstieg in den Lehrerberuf erfüllen?

Notwendige Voraussetzung ist ein mit einem Master, Magister oder Diplom abgeschlossenes Hochschulstudium an einer Universität, Kunst- oder Fachhochschule.

Mit einem ausländischen Hochschulabschluss, der diese Kriterien erfüllt, ist ein Seiteneinstieg in den Lehrerberuf ebenfalls möglich. Falls Sie Deutsch nicht als Muttersprache sprechen, benötigen Sie Deutschkenntnisse auf dem Niveau C1 als Voraussetzung für eine Berufsausübung.

Andere Qualifizierungsabschlüsse sind für einen Seiteneinstieg in den Lehrerberuf nicht ausreichend.

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3. Kann ich mich schon vor der Einstellung in den Schuldienst qualifizieren?

Seiteneinsteiger in den Lehrerberuf qualifizieren sich in Sachsen berufsbegleitend. Wenn Sie sich bewerben und Ihre spezielle Qualifikation einem konkreten schulischen Bedarf gegenübersteht, erhalten Sie ein Einstellungsangebot. Mit der Unterzeichnung Ihres Arbeitsvertrages verpflichten Sie sich zur Teilnahme an entsprechenden Qualifizierungsmaßnahmen.

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4. Welche Unterstützung erhalte ich bei meinem Einstieg in den Schuldienst?

Unmittelbar nach Ihrem Einstellungsbeginn absolvieren Sie zunächst eine dreimonatige Einstiegsfortbildung, die innerhalb des Einzugsbereichs Ihrer Regionalstelle der Sächsischen Bildungsagentur organisiert wird.  
In dieser Phase vermitteln Ihnen erfahrene Lehrkräfte und Mentoren Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten zu wesentlichen Abläufen des Schulalltages und der Unterrichtsgestaltung. Danach schließt sich im Regelfall eine berufsbegleitende Phase der Qualifizierung zum Ausgleich fehlender pädagogischer und fachlicher Kompetenzen an. Die Qualifizierungsangebote werden individuell und aufbauend zum vorhandenen Hochschulabschluss gestaltet.

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5. Welche berufsbegleitenden Qualifizierungsbausteine muss ich durchlaufen?

Ziel der Qualifizierungsmaßnahmen ist es, mittelfristig ein Ausbildungsniveau zu erreichen, dass dem von grundständig ausgebildeten Lehrkräften gleichwertig ist. Diese Lehrkräfte verfügen grundsätzlich über Lehrbefähigungen in zwei Unterrichtsfächern. Eine Lehrbefähigung in einem Fach erwerben Sie durch eine wissenschaftliche Ausbildung (Studium) sowie eine schulpraktische Ausbildung.

  • Wenn Ihre Vorqualifikation bereits hinreichende Studienleistungen in einem Unterrichtsfach beinhaltet, müssen Sie also zwei Qualifizierungsbausteine durchlaufen: das Studium eines zweiten Faches und eine schulpraktische Ausbildung. Unter Berücksichtigung Ihres konkreten Einsatzes in der entsprechenden Schulart ergibt sich die Reihenfolge der zu absolvierenden Bausteine. 
    Bei einer Tätigkeit in Grund- oder Förderschulen sind aufgrund des besonderen Tätigkeitsprofils der in diesen Schularten benötigten Lehrkräfte zuerst die wissenschaftliche Ausbildung und anschließend der Vorbereitungsdienst zu durchlaufen.  
    In den weiterführenden Schularten (Mittelschule, Gymnasium, Berufsbildende Schule) beginnen Sie mit einer schulpraktischen Ausbildung in Ihrem bereits studierten Fach, bzw. der beruflichen Fachrichtung. Das Studium eines zweiten Faches folgt dann danach. 

    Beispiel: Hochschulabschluss als Germanistin 
    (umfassende Studienleistungen im Unterrichtsfach Deutsch sind nachgewiesen)

    Bei Qualifizierung für das Lehramt Grundschule:
    1. Baustein: 
    Wissenschaftliche Ausbildung in der Grundschuldidaktik 
    (berufsbegleitend, vier Semester)  
    2. Baustein: 
    Vorbereitungsdienst (berufsbegleitend, 12 Monate) 

    Bei Qualifizierung für das Lehramt Mittelschule:
    1. Baustein: 
    Schulpraktische Ausbildung im Fach Deutsch (berufsbegleitend, 12 Monate)
    2. Baustein: 
    Wissenschaftliche Ausbildung in einem zweiten Fach. Für folgende Bedarfsfächer werden derzeit Ausbildungen angeboten: Mathematik, Physik, Biologie, Chemie, Informatik, WTH, Deutsch, DaZ, Englisch (berufsbegleitend, mindestens vier Semester)
  • Wenn Ihre Vorqualifikation keine hinreichenden Studienleistungen für eine Zuordnung zu einem Unterrichtsfach beinhaltet, absolvieren Sie zwei wissenschaftliche Ausbildungen (zwei  Fächer) sowie eine schulpraktische Ausbildung. 
     
  • Wenn Sie hinreichende Studienleistungen in zwei Fächern der gewünschten Schulart nachweisen können, erfüllen Sie bereits die Voraussetzungen für eine Zulassung zum Vorbereitungsdienst und können sich direkt dafür bewerben.

Die Koordinatorinnen für den Seiteneinstieg in den Regionalstellen der Sächsischen Bildungsagentur beraten Sie gern per E-Mail bei der individuellen Planung Ihrer Qualifizierungsmaßnahmen:

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6. Wo findet die berufsbegleitende Qualifizierung statt und wie ist sie organisiert?

Die wissenschaftliche Ausbildung findet an den lehrerausbildenden Universitäten des Freistaates Sachsen (Universität Leipzig, TU Dresden und TU Chemnitz) statt. An zwei Tagen pro Woche nehmen Sie an den Lehrveranstaltungen der Universität teil, drei Wochentage sind für die eigene Unterrichtstätigkeit an der Einsatzschule vorgesehen. Während dieser Zeit ist eine vertragliche Reduzierung der Arbeitsverpflichtung auf 20 Unterrichtsstunden pro Woche erforderlich. Darin enthalten sind 16 Unterrichtsstunden eigener Unterricht sowie weitere vier Unterrichtsstunden, die vom Arbeitgeber als personenbezogene Anrechnungsstunden zur Unterstützung der Studienmaßnahme gewährt werden.
Während der schulpraktischen Ausbildung bzw. des berufsbegleitenden Vorbereitungsdienstes finden die Lehrveranstaltungen an einem Tag pro Woche in den Lehrerausbildungsstätten des Freistaates Sachsen in Dresden, Leipzig und Chemnitz statt. Vier Wochentage sind der praktischen Tätigkeit an der Einsatzschule vorbehalten. Der Freistaat Sachsen unterstützt diesen Ausbildungsabschnitt mit zwei personenbezogenen Anrechnungsstunden. Zudem werden Anträge auf freiwillige Teilzeit befürwortet.

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7. Wie lange dauert die Qualifizierung?

Das kommt darauf an, wie viele Bausteine Sie durchlaufen. Für die wissenschaftliche Ausbildung in einem Fach müssen Sie mit mindestens vier Semestern (2 Jahre) rechnen, die schulpraktische Ausbildung bzw. der berufsbegleitende Vorbereitungsdienst dauern 12 Monate.

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8. Wie hoch wird mein Gehalt sein?

Ihre individuelle Eingruppierung erfolgt in Abhängigkeit von Ihrer konkreten Tätigkeit an der jeweiligen Einsatzschulart und Ihren bisherigen Ausbildungsabschlüssen i. d. R. auf der Grundlage des Abschnitts 2  der Entgeltordnung Lehrkräfte.

Beispielsweise wird eine Mathematikerin mit einer abgeschlossenen Hochschulausbildung, die als Lehrerin an einer Oberschule tätig ist, mit Vertragsbeginn in der Entgeltgruppe 12 eingruppiert. Während ihrer berufsbegleitenden wissenschaftlichen Qualifizierung wird ihre wöchentliche Unterrichtsverpflichtung regulär auf 16 Unterrichtsstunden vermindert. Sie erhält in dieser Zeit 77% des Bruttogehalts dieser Entgeltgruppe.

Ist diese Mathematikerin an einer Grundschule tätig, wird sie auf der Basis der Entgeltgruppe 10 vergütet.

Eine Betriebswirtschaftlerin, aus deren Hochschulabschluss kein Fach ableitbar ist, wird an einer Grundschule aktuell in der Entgeltgruppe 9 eingruppiert.

Welche konkreten Euro-Beträge sich aktuell hinter diesen Entgeltgruppen verbergen, finden Sie auf der Website des Sächsischen Landesamts für Steuern und Finanzen unter der Überschrift “Tabelle TV-L"

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9. Wird mein Fach anerkannt?

Ob Ihre Ausbildung einem Schulfach zugeordnet werden kann und ob die nachgewiesenen Studienleistungen nach Inhalt und Umfang  den Anforderungen der Lehramtsausbildung in diesem Fach entsprechen, prüft die Sächsische Bildungsagentur, wenn Sie eine Bewerbung einreichen. Informationen zum Bewerbungsverfahren finden Sie hier.

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10. Welche Rechtsgrundlagen sind für die Qualifizierung von Seiteneinsteigern in den Lehrerberuf im Freistaat Sachsen maßgeblich?

Die Qualifizierung von Seiteneinsteigern ist in der Lehrer-Qualifizierungsverordnung sowie in der Lehramtsprüfungsordnung II geregelt. 

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