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Vorbereitungsdienst

1. Was erwartet mich im Vorbereitungsdienst?

Den Vorbereitungsdienst absolvieren Sie in Ihrer jeweiligen Schulart und in den studierten Fächern bzw. Fachrichtungen. Er dauert für alle Schularten drei Unterrichtshalbjahre.

Der Antrag auf Zulassung zum im ersten Schulhalbjahr beginnenden Vorbereitungsdienst ist bis zum 1. März des Jahres, in welchem der Vorbereitungsdienst beginnt und der zum im zweiten Schulhalbjahr beginnenden Vorbereitungsdienst ist bis zum 1. September des Vorjahres jeweils bei der Schulaufsichtsbehörde elektronisch zu beantragen. Der Vorbereitungsdienst wird grundsätzlich in einem Beamtenverhältnis auf Widerruf absolviert.

Während Ihrer Ausbildung arbeiten Sie jeweils vier Tage pro Woche an einer Schule und an einem Tag wöchentlich besuchen Sie Lehrveranstaltungen an einer Ausbildungsstätte des Landesamtes für Schule und Bildung (LaSuB). Bei den Lehrveranstaltungen stehen bildungswissenschaftliche Inhalte sowie Didaktik und Methodik im Mittelpunkt – mit konkretem Bezug zu Ihren Unterrichtsfächern, Ihrem Förderschwerpunkt beziehungsweise Ihrer beruflichen Fachrichtung. Weiterhin erhalten Sie einen fundierten Überblick über das Schulrecht, Lehrerdienstrecht und Beamtenrecht. An Ihrer Schule unterrichten Sie zunehmend selbstständig, in der Regel zwölf Stunden wöchentlich (Lehrauftrag).

In der Zweiten Staatsprüfung zum Abschluss des Vorbereitungsdienstes werdenTheorie und Praxis verbunden: sie setzt sich zusammen aus Lehrproben, mündlichen Prüfungen und der Schulleiterbeurteilung.

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2. Wie ist die schulpraktische Ausbildung organisiert?

Der Vorbereitungsdienst gliedert sich in drei Ausbildungsabschnitte. Jeder Abschnitt dauert ein Unterrichtshalbjahr.

Während des ersten Ausbildungsabschnittes absolvieren Sie wöchentlich in der Regel 16 Unterrichtsstunden. Sie hospitieren und führen zunehmend wöchentlich acht bis zehn Stunden begleitetend Unterricht durch.

Ab dem zweiten Ausbildungsabschnitt hospitieren Sie in Ihren Unterrichtsfächern oder beruflichen Fachrichtungen mindestens drei Unterrichtsstunden wöchentlich und unterrichten in der Regel zwölf Unterrichtsstunden pro Woche selbstständig. Der selbstständige Unterricht erfolgt im Rahmen eines Lehrauftrages. Die Mentoren hospitieren je Unterrichtsfach oder beruflicher Fachrichtung zwei Stunden monatlich.

Der Schulleiter bildet Sie in Angelegenheiten der Schulorganisation aus und beauftragt einen Mentor, der auch in inhaltliche und organisatorische Aufgaben eines Klassenlehrers einführt und einen weiteren oder mehrere weitere Mentoren für die jeweiligen Unterrichtsfächer, den Förderschwerpunkt oder die beruflichen Fachrichtungen.

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3. Welche Schwerpunkte beinhaltet die Ausbildung an der Schulaufsichtsbehörde?

Die Ausbildung an den Ausbildungsstätten des Landesamtes für Schule und Bildung (LaSuB) umfasst Schwerpunkte der Didaktik und Methodik unter Berücksichtigung der Bildungswissenschaften in Bezug auf Ihre Unterrichtsfächer, die Förderschwerpunkte oder die beruflichen Fachrichtungen sowie Schulrecht, Lehrerdienstrecht und Beamtenrecht. Grundlage dafür bilden die im Curriculum definierten Ausbildungsziele. Die Betreuung erfolgt durch Lehrbeauftragte. Diese vermitteln praxisbezogen und kompetenzorientiert die Ausbildungsinhalte und hospitieren in Ihrem Unterricht. Darüber hinaus besprechen sie mit Ihnen die hospitierten Unterrichtsstunden und geben Ihnen Gelegenheit, auch in ihrem Unterricht zu hospitieren.

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4. Kann ich mich für den Vorbereitungsdienst in einer bestimmten Schule bewerben?

Adressat für Ihre Bewerbung ist nicht die Schule in der Sie gerne arbeiten möchten, sondern das Landesamt für Schule und Bildung (LaSuB). Sie können jedoch bei Ihrer Bewerbung Einsatzwünsche für eine bestimmte Schule angeben.

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5. Ist der Vorbereitungsdienst in Sachsen mit dem anderer Bundesländer vergleichbar?

Die Vorbereitungsdienste in den verschiedenen Bundesländern sind in wesentlichen Zielen und Inhalten vergleichbar. Die Dauer variiert je nach Bundesland zwischen 12 und 24 Monaten. Mit der Zweiten Staatsprüfung zum Ende des 18-monatigen Vorbereitungsdienstes erhalten Sie Ihre Lehrbefähigung und können sich für den Schuldienst in Sachsen oder einem anderen Bundesland bewerben. Die Länder haben sich 2013 mit dem Beschluss »Regelungen und Verfahren zur Erhöhung der Mobilität und Qualität von Lehrkräften« verpflichtet, Lehramtsabsolventinnen und Lehramtsabsolventen den gleichberechtigten Zugang zum Vorbereitungsdienst für den ihrem Abschluss entsprechenden Lehramtstyp zu ermöglichen. Und das unabhängig vom Bundesland, in dem der Abschluss erworben wurde. Gleiches gilt für Absolventinnen und Absolventen des Vorbereitungsdienstes: Auch hier soll in allen Bundesländern gleichermaßen der Berufszugang für den dem Abschluss entsprechenden Lehramtstyp ermöglicht werden.

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6. Welches Einkommen habe ich im Vorbereitungsdienst?

Während Ihres Vorbereitungsdienstes erhalten Sie einen Anwärterbezug, der sich aus einem Anwärtergrundbetrag und gegebenenfalls einem Familienzuschlag zusammensetzt. Die Art der Ausbildungsbezüge ist im Sächsischen Besoldungsgesetz festgelegt:

Die Referendare in allen Lehrämtern erhalten den gleichen Anwärtergrundbetrag nach A13 (AW13). Die aktuelle Höhe der Bezüge ist auf der Website vom Landesamt für Steuern und Finanzen (Besoldungstabellen, Anlage 16) abrufbar. Von den Anwärterbezügen gehen die Lohnsteuer und Beiträge für die (private) Krankenversicherung ab.

Wenn Sie Ihren Vorbereitungsdienst außerhalb der sächsischen Ballungszentren Leipzig und Dresden absolvieren und bereit sind, nach erfolgreichem Abschluss Ihrer Ausbildung für mindestens fünf Jahre an einer öffentlichen oder freien Schule in einer der sächsischen Bedarfsregionen tätig zu sein, können Sie neben dem monatlichen Grundgehalt von etwa 1.500 EUR brutto einen monatlichen Zuschlag in Höhe von rund 1.000 EUR brutto für die Dauer des Vorbereitungsdienstes erhalten. Nähere Informationen dazu finden Sie hier.

Informationen zu Ihrem späteren Einkommen sind auch unter der Rubrik »Bewerber« – »Perspektiven« – »Wie hoch wird mein Gehalt sein?« abrufbar.

 

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7. Welche Konditionen gelten für die Zahlung des Anwärtersonderzuschlags?

Gegenwärtig verzeichnet Sachsen für die Regionen außerhalb der Ballungsräume Dresden und Leipzig in fast allen Schularten weniger Bewerbungen um Einstellung in den Schuldienst als zur Absicherung des Unterrichtes erforderlich wären. Doch sachsenweit sollen alle Schülerinnen und Schüler guten Unterricht und gleichwertige Bildungschancen erhalten. Das ist eine Herausforderung gerade für junge Lehrerinnen und Lehrer!

Wir ermutigen daher Lehramtsabsolventen, ihren Vorbereitungsdienst an einer Schule in einer sog. Bedarfsregion zu absolvieren und unterstützen dies mit einem Anwärtersonderzuschlag in Höhe von etwa 1.000 Euro brutto pro Monat zusätzlich zu ihrem regulären Bezügen für die gesamte Dauer des Referendariates. Aus der Inanspruchnahme des Zuschlages ergibt sich zugleich eine Einstellungsgarantie für den Schuldienst im Freistaat Sachsen zu folgenden Bedingungen:

  1. Voraussetzung für die Inanspruchnahme des Anwärtersonderzuschlages ist zunächst das Absolvieren Ihres Vorbereitungsdienstes an einer Ausbildungsschule in einer Bedarfsregion.
  2. Unmittelbar nach dem erfolgreichen Abschluss Ihres Vorbereitungsdienstes haben  Sie sich um Einstellung in den sächsischen Schuldienst in einer Bedarfsregion zu bewerben. Dabei besteht zunächst die Möglichkeit, sich für die schulscharfen Einstellungsangebote in Bedarfsregionen zu bewerben. Alternativ senden Sie Ihre Bewerbung an einen von Ihnen gewählten Standort des Landesamtes für Schule und Bildung. Von dort erhalten Sie Einstellungsangebote für mindestens zwei Schulstandorte. Es können auch beide Einstellungsverfahren kombiniert werden. Nähere Informationen dazu finden Sie hier. Eines der Einstellungsangebote des Landesamtes für Schule und Bildung ist anzunehmen. Alternativ ist innerhalb von 6 Monaten auch der Beginn einer Lehrtätigkeit an einer Schule in freier Trägerschaft in einer Bedarfsregion möglich.
  3. Sie sind nach Ihrem Start in den Lehrerberuf für mindestens fünf Jahre im Schuldienst in einer dieser Bedarfsregionen in Sachsen tätig.

Die detaillierten Regelungen zum Anwärtersonderzuschlag finden Sie in der VwV Anwärtersonderzuschlag SMK. Wenn Sie den Anwärtersonderzuschlag erhalten möchten, können Sie dazu in Ihrer Bewerbung für den Vorbereitungsdienst eine Erklärung abgeben.

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8. Kann ich den Vorbereitungsdienst auch berufsbegleitend absolvieren?

Den Vorbereitungsdienst können Sie auch berufsbegleitend absolvieren. Zum berufsbegleitenden Vorbereitungsdienst kann zugelassen werden, wer im Freistaat Sachsen unbefristet an einer öffentlichen Schule mit mindestens der Hälfte des Regelstundenmaßes tätig ist. Das heißt, Sie haben sich bereits mit der Ersten Staatsprüfung oder dem Master of Education um eine Einstellung beworben und wurden unbefristet eingestellt. Ihre Unterrichtsverpflichtung während des Vorbereitungsdienstes wird dann individuell vereinbart.

Der berufsbegleitende Vorbereitungsdienst dauert 12 Monate.

 

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9. Welche Rahmenbedingungen gelten für den Vorbereitungsdienst in Teilzeit?

Sie können den Vorbereitungsdienst auch in Teilzeit absolvieren, wenn eine der folgenden Voraussetzungen vorliegt:

  • Mindestens ein Kind unter 18 Jahren betreut oder ein pflegebedürftiger Angehöriger gepflegt wird.
  • Neben dem Vorbereitungsdienst noch in einem weiteren Fach oder einer weiteren Fachrichtung eine Erweiterungsprüfung nach § 22 Lehramtsprüfungsordnung I angestrebt wird.
  • Neben dem Vorbereitungsdienst habilitiert oder eine Dissertation bearbeitet wird.

In diesem Fall dauert der Vorbereitungsdienst 24 Monate und es werden 75% der vollen Ausbildungsbezüge gezahlt. Die Anzahl der zu leistenden Unterrichtsstunden beim Vorbereitungsdienst in Teilzeit ergibt sich aus § 14 Abs. 6 Lehramtsprüfungsordnung II vom 12. Januar 2016. Danach sind im ersten Ausbildungsabschnitt wöchentlich mindestens drei Unterrichtsstunden zu hospitieren und in der Regel fünf bis sechs Unterrichtsstunden begleiteter Unterricht durchzuführen. Ab dem zweiten Ausbildungsabschnitt werden wöchentlich drei Unterrichtsstunden hospitiert und in der Regel neun Unterrichtsstunden selbstständig unterrichtet.

Der Antrag auf Durchführung des Vorbereitungsdienstes in Teilzeit ist bereits mit dem Antrag auf Zulassung zum Vorbereitungsdienst zu stellen.

Bitte beachten Sie: Der Vorbereitungsdienst in Teilzeit kann nicht im Beamtenverhältnis auf Widerruf, sondern nur im öffentlich-rechtlichen Ausbildungsverhältnis abgeleistet werden.

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