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Vorbereitungsdienst

1. Was erwartet mich im Vorbereitungsdienst?

Den Vorbereitungsdienst absolvieren Sie in Ihrer jeweiligen Schulart und in den studierten Fächern bzw. Fachrichtungen. Er dauert für alle Schularten 18 Monate und beginnt am 1. Februar und am 1. August eines jeden Jahres. Der Vorbereitungsdienst wird grundsätzlich in einem Beamtenverhältnis auf Widerruf absolviert.

Während Ihrer Ausbildung arbeiten Sie jeweils vier Tage pro Woche an einer Schule und einen Tag wöchentlich besuchen Sie Lehrveranstaltungen an einer Ausbildungsstätte des Landesamtes für Schule und Bildung (LaSuB). Bei den Lehrveranstaltungen stehen bildungswissenschaftliche Inhalte sowie Didaktik und Methodik im Mittelpunkt – mit konkretem Bezug zu ihren Unterrichtsfächern, Ihrem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt beziehungsweise Ihrer beruflichen Fachrichtung. Weiterhin erhalten Sie einen fundierten Überblick über das Schulrecht. An Ihrer Schule unterrichten Sie zunehmend selbstständig, in der Regel zwölf Stunden wöchentlich.

In der Zweiten Staatsprüfung zum Abschluss des Vorbereitungsdienstes werden Theorie und Praxis verbunden: sie setzt sich zusammen aus Lehrproben, mündlichen Prüfungen und der Schulleiterbeurteilung.

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2. Wie ist die schulpraktische Ausbildung organisiert?

Der Vorbereitungsdienst gliedert sich in drei Ausbildungsabschnitte. Jeder Abschnitt dauert ein Unterrichtshalbjahr.

Der erste Ausbildungsabschnitt des Vorbereitungsdienstes bildet die Eingangsphase und dient der Einführung in die Erziehungs- und Unterrichtstätigkeit unter Anleitung (begleiteter Unterricht) und endet mit der Erteilung des selbstständigen Lehrauftrages.
Während des ersten Ausbildungsabschnittes absolvieren Sie wöchentlich in der Regel 16 Unterrichtsstunden. Sie hospitieren und führen zunehmend wöchentlich acht bis zehn Stunden begleiteten Unterricht durch.

Ab dem zweiten Ausbildungsabschnitt hospitieren Sie in Ihren Unterrichtsfächern oder beruflichen Fachrichtungen mindestens drei Unterrichtsstunden wöchentlich und unterrichten in der Regel zwölf Unterrichtsstunden pro Woche selbstständig. Der selbstständige Unterricht erfolgt im Rahmen eines Lehrauftrages. Die Mentoren hospitieren je Unterrichtsfach oder beruflicher Fachrichtung zwei Stunden wöchentlich.

Der Schulleiter bildet Sie in Angelegenheiten der Schulorganisation aus und beauftragt zwei Mentoren. Ein Mentor führt Sie in inhaltliche und organisatorische Aufgaben eines Klassenlehrers ein und ein weiterer in die jeweiligen Unterrichtsfächer, den Förderschwerpunkt oder die beruflichen Fachrichtungen. Beide Mentoren begleiten, beraten und unterstützen Sie während der Ausbildungszeit.

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3. Welche Schwerpunkte beinhaltet die theoretische Ausbildung?

Die Ausbildung an den Ausbildungsstätten des Landesamtes für Schule und Bildung (LaSuB) umfasst Schwerpunkte der Didaktik und Methodik unter Berücksichtigung der Bildungswissenschaften in Bezug auf Ihre Unterrichtsfächer, Förderschwerpunkte oder beruflichen Fachrichtungen. Zudem werden Schwerpunkte des Schulrechts gelehrt. Grundlage dafür bilden die im Curriculum definierten Ausbildungsziele. Die Betreuung erfolgt durch Lehrbeauftragte. Diese vermitteln praxisbezogen und kompetenzorientiert die Ausbildungsinhalte und hospitieren in Ihrem Unterricht. Darüber hinaus besprechen sie mit Ihnen die hospitierten Unterrichtsstunden und geben Ihnen Gelegenheit auch in ihrem eigenen Unterricht zu hospitieren.

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4. Kann ich mich für den Vorbereitungsdienst in einer bestimmten Schule bewerben?

Adressat für Ihre Bewerbung ist nicht die Schule in der Sie gerne arbeiten möchten, sondern das Landesamt für Schule und Bildung (LaSuB). Sie können jedoch bei Ihrer Bewerbung Einsatzwünsche für eine bestimmte Schule angeben.

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5. Ist der Vorbereitungsdienst in Sachsen mit dem anderer Bundesländer vergleichbar?

Die Vorbereitungsdienste in den verschiedenen Bundesländern sind in wesentlichen Zielen und Inhalten vergleichbar. Die Dauer variiert je nach Bundesland zwischen 12 und 24 Monaten. Mit der Zweiten Staatsprüfung zum Ende des 18-monatigen Vorbereitungsdienstes erhalten Sie Ihre Lehrbefähigung und können sich für den Schuldienst in Sachsen oder einem anderen Bundesland bewerben. Die Länder haben sich 2013 mit dem Beschluss »Regelungen und Verfahren zur Erhöhung der Mobilität und Qualität von Lehrkräften« verpflichtet, Lehramtsabsolventinnen und Lehramtsabsolventen den gleichberechtigten Zugang zum Vorbereitungsdienst für den ihrem Abschluss entsprechenden Lehramtstyp zu ermöglichen. Und das unabhängig vom Bundesland, in dem der Abschluss erworben wurde. Gleiches gilt für Absolventinnen und Absolventen des Vorbereitungsdienstes: Auch hier soll in allen Bundesländern gleichermaßen der Berufszugang für den dem Abschluss entsprechenden Lehramtstyp ermöglicht werden.

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6. Welches Einkommen habe ich im Vorbereitungsdienst?

Während Ihres Vorbereitungsdienstes erhalten Sie einen Anwärterbezug, der sich aus einem Anwärtergrundbetrag und gegebenenfalls einem Familienzuschlag zusammensetzt. Die Art der Ausbildungsbezüge ist im Sächsischen Besoldungsgesetz festgelegt:

Die Referendare in allen Lehrämtern erhalten den gleichen Anwärtergrundbetrag nach A13 (AW13). Die aktuelle Höhe der Bezüge ist auf der Website vom Landesamt für Steuern und Finanzen (Besoldungstabellen, Anlage 16) abrufbar. Von den Anwärterbezügen gehen die Lohnsteuer und Beiträge für die (private) Krankenversicherung ab.

Wenn Sie Ihren Vorbereitungsdienst außerhalb der sächsischen Ballungszentren Leipzig und Dresden absolvieren und bereit sind, nach erfolgreichem Abschluss Ihrer Ausbildung für mindestens fünf Jahre an einer öffentlichen oder freien Schule in einer der sächsischen Bedarfsregionen tätig zu sein, können Sie neben dem monatlichen Grundgehalt von etwa 1500 Euro brutto einen monatlichen Zuschlag in Höhe von rund 1000 Euro brutto für die Dauer des Vorbereitungsdienstes erhalten. Nähere Informationen dazu finden Sie hier. Weitere Details werden in einer Verwaltungsvorschrift geregelt, die gegenwärtig erarbeitet wird.

Informationen zu Ihrem späteren Einkommen  sind auch unter der Rubrik »Bewerber« – »Perspektiven« – »Wie hoch wird mein Gehalt sein?« abrufbar.

 

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7. Kann ich den Vorbereitungsdienst auch berufsbegleitend absolvieren?

Den Vorbereitungsdienst können Sie auch berufsbegleitend absolvieren. Zum berufsbegleitenden Vorbereitungsdienst kann zugelassen werden, wer im Freistaat Sachsen unbefristet an einer öffentlichen Schule mit mindestens der Hälfte des Regelstundenmaßes tätig ist. Das heißt, Sie haben sich bereits mit dem 1. Staatsexamen oder einem Masterabschluss um eine Einstellung beworben und wurden unbefristet eingestellt. Ihre Unterrichtsverpflichtung während des Vorbereitungsdienstes wird dann individuell vereinbart.

In Abweichung von § 12 Absatz 2 Lehramtsprüfungsordnung II ist eine Eingangsphase, die der Einführung in die Erziehungs- und Unterrichtstätigkeit unter Anleitung (begleiteter Unterricht) dient, im berufsbegleiteten Vorbereitungsdienst nicht vorgesehen. Aus diesem Grund dauert der Vorbereitungsdienst in diesem Fall nur 12 Monate.

Unabhängig davon, ob der Vorbereitungsdienst im Freistaat Sachsen in einem Beamtenverhältnis auf Widerruf oder berufsbegleitend absolviert wird, erwerben Sie mit dem Bestehen der Zweiten Staatsprüfung die Lehrbefähigung für das Lehramt in Ihren Unterrichtsfächern, Förderschwerpunkten oder beruflichen Fachrichtungen sowie die Berechtigung, die entsprechende Berufsbezeichnung gemäß § 25 Absatz 1 Lehramtsprüfungsordnung II zu führen.

Die Bundesländer haben sich mit Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 7. März 2016 verpflichtet, Absolventinnen und Absolventen eines Vorbereitungsdienstes für ein Lehramt, das den Vereinbarungen der Kultusministerkonferenz entspricht, in allen Bundesländern gleichermaßen den Berufszugang für den ihrem Abschluss entsprechenden Lehramtstyp zu ermöglichen. Der Vorbereitungsdienst im Freistaat Sachsen entspricht diesen Vereinbarungen.

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8. Welche Rahmenbedingungen gelten für den Vorbereitungsdienst in Teilzeit?

Sie können den Vorbereitungsdienst auch in Teilzeit absolvieren, wenn eine der folgenden Voraussetzungen vorliegt:

  • Mindestens ein Kind unter 18 Jahren betreut oder ein pflegebedürftiger Angehöriger gepflegt wird.
  • Neben dem Vorbereitungsdienst noch in einem weiteren Fach oder einer weiteren Fachrichtung eine Erweiterungsprüfung nach § 22 Lehramtsprüfungsordnung I angestrebt wird.
  • Neben dem Vorbereitungsdienst habilitiert oder eine Dissertation bearbeitet wird.

In diesem Fall dauert der Vorbereitungsdienst 24 Monate und es werden 75% der vollen Ausbildungsbezüge gezahlt. Die Anzahl der zu leistenden Unterrichtsstunden beim Vorbereitungsdienst in Teilzeit ergibt sich aus § 14 Abs. 6 Lehramtsprüfungsordnung II vom 12. Januar 2016. Danach sind im ersten Ausbildungsabschnitt wöchentlich mindestens drei Unterrichtsstunden zu hospitieren und in der Regel fünf bis sechs Unterrichtsstunden begleiteter Unterricht durchzuführen. Ab dem zweiten Ausbildungsabschnitt werden wöchentlich drei Unterrichtsstunden hospitiert und in der Regel neun Unterrichtsstunden selbstständig unterrichtet.

Der Antrag auf Durchführung des Vorbereitungsdienstes in Teilzeit ist bereits mit dem Antrag auf Zulassung zum Vorbereitungsdienst zu stellen.

Bitte beachten Sie: Der Vorbereitungsdienst in Teilzeit kann nicht im Beamtenverhältnis auf Widerruf, sondern nur im öffentlich-rechtlichen Ausbildungsverhältnis abgeleistet werden.

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