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Tipps zur Berufswahl

1. Ist der Lehrerberuf das Richtige für mich?

Arbeiten Sie gern mit anderen Menschen zusammen? Geben Sie Wissen gern weiter? Könnten Sie sich für „Ihre“ Fächer begeistern und andere mit dieser Begeisterung anstecken? Möchten Sie Schule vielleicht ganz anders gestalten, als Sie es selbst erlebt haben? Haben Sie starke Nerven und eine Portion Humor? Sind Sie kommunikativ und konfliktfähig, belastbar und flexibel? Haben Sie ein gutes Zeitmanagement?

Wenn Sie diese Fragen für sich mit Ja beantworten, könnte der Lehrerberuf für Sie das Richtige sein. Um sich auszuprobieren und auch um herauszufinden, an welcher Schulart Sie am liebsten arbeiten möchten, brauchen Sie zusätzlich ein paar Praxiserfahrungen. Die bekommen Sie beispielsweise durch Nachhilfe für jüngere Schüler, als Betreuer/-in im Sportverein, in der Kirchgemeinde, bei Kinder- und Jugendfreizeiten, bei den Pfadfindern oder auch bei einem Freiwilligen Sozialen Jahr Pädagogik.

Holen Sie sich die Meinung anderer ein: Fragen Sie Freunde, Eltern und Lehrer, ob Sie aus deren Sicht über die Eigenschaften verfügen, die ein Lehrer braucht. Machen Sie einen Selbsterkundungstest für angehende Lehrerinnen und Lehrer, zum Beispiel auf der Website von Career Counseling for Teachers oder der des Münchener Zentrums für Lehrerbildung oder nutzen Sie das Veranstaltungsangebot der Sächsischen Bildungsagentur.

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2. Welche Aufgaben hat ein Lehrer?

Lehrerinnen und Lehrer sind Fachleute für Unterricht, Lernbegleitung und Erziehung.

Sie bereiten den Unterricht vor, wählen die Inhalte aus, planen und organisieren Lernprozesse. Bei den Schülern wecken sie Interesse für die Unterrichtsthemen, bereiten komplexe Sachverhalte altersgerecht auf. Sie sind zuständig für eine gute Lernatmosphäre, müssen Zugang zu jedem einzelnen Schüler finden, seine individuellen Fähigkeiten erkennen und fördern.

Zusammen mit Eltern und anderen Partnern vermitteln sie persönliche Werte, Haltungen und Handlungen und tragen so zur Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen bei. Leistungen müssen sie gerecht und verantwortungsbewusst bewerten, sie können sich durchsetzen, Konflikte aushalten und gegebenenfalls austragen. Für Schüler und Eltern sind sie wichtige Ansprechpartner, zum Beispiel bei persönlichen und schulischen Problemen oder Fragen zur Schullaufbahn.

Gemeinsam mit Schülern und anderen Partnern gestalten sie Projekte, Klassenfahrten, Schulfeste und mehr. Auch die Zusammenarbeit mit anderen Lehrkräften, etwa bei der Weiterentwicklung von Schule und Unterricht, ist gefragt.

Ihr gesamtes Berufsleben lang halten sich Lehrerinnen und Lehrer in Fortbildungen fachlich und pädagogisch „fit“.

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3. Welche Schulart kommt für mich in Frage?

In der Grundschule lernen alle Kinder zwischen sechs und zehn Jahren – und zwar viel mehr als nur Lesen, Schreiben und Rechnen. Ihre Freude am Wissenserwerb und ihre Neugier sollen gefördert werden sowie der Stolz auf das eigene Können. Sind Sie kreativ in der Unterrichtsgestaltung und einfühlsam gegenüber jüngeren Kindern? Liegt Ihnen die enge Kooperation mit Eltern, Kindergarten, Hort und anderen Partnern am Herzen? Das alles spricht für das „Lehramt an Grundschulen“.

Die Oberschule vermittelt eine allgemeine und berufsvorbereitende Bildung. Hier lernen Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen Interessen, Fähigkeiten und Lernzielen zusammen, ihnen stehen viele verschiedene Bildungswege offen. Möchten Sie sich pädagogisch und sozial für Ihre Schüler engagieren? Sind Sie offen für eine große methodische Vielfalt im Unterricht und für Kooperationen mit Unternehmen oder Vereinen? Dann kommt das „Lehramt an Oberschulen“ für Sie in Frage.

Das Gymnasium bietet besonders leistungsfähigen Schülern eine vertiefte Allgemeinbildung und bereitet sie auf ein Studium vor. Haben Sie eine Leidenschaft für bestimmte Fachgebiete, die Sie gern mit Ihren Schülern teilen möchten? Möchten Sie Kreativität und eigenverantwortliches Lernen bei Ihren Schülern fördern sowie ihre sozialen und fachlichen Kompetenzen stärken? Dann ist der Studiengang „höheres Lehramt an Gymnasien“ für Sie geeignet.

An den berufsbildenden Schulen wird ein breites Spektrum an Bildungsgängen der Berufsvorbereitung, der beruflichen Grund-, Aus- und Weiterbildung sowie der Studienqualifizierung angeboten. Möchten Sie an der Schnittstelle zwischen Schule und Unternehmen arbeiten, Ihren Unterricht praxisorientiert gestalten, dabei mit vielen außerschulischen Partnern kooperieren und junge Menschen mit unterschiedlichen Voraussetzungen beim Start ins Berufsleben begleiten? Das spricht für den Studiengang „Höheres Lehramt an Berufsbildenden Schulen“.

Sonderpädagogen kümmern sich gezielt um Schülerinnen und Schüler mit einem besonderen Förderbedarf. In Sachsen entwickeln sich dafür gegenwärtig – neben der Unterrichtung in speziell ausgerichteten Förderschulen – vielfältige Formen des gemeinsamen Lernens von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung an allgemeinen Schulen. Möchten Sie gern Kindern und Jugendlichen mit Beeinträchtigungen individuelle und passgenaue Hilfe geben, ein Lernumfeld schaffen, in dem sie ihr Selbstvertrauen stärken und ihre Handlungsmöglichkeiten erweitern können? Möchten Sie Möglichkeiten und Räume schaffen, in denen soziale Bindungen zwischen Menschen mit und ohne Behinderungen entstehen können? Dann sollten Sie den Studiengang „Lehramt Sonderpädagogik“ ins Auge fassen.

Weitere hilfreiche Informationen finden Sie im Faltblatt „Wege zum Lehrerberuf“ in der rechten Spalte.

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4. Welche Fächer sollte ich für das Studium wählen?

Vor allem sollten Sie solche Fächer in die engere Wahl ziehen, für die Sie sich selbst interessieren und für die Sie andere begeistern können. Bedenken Sie aber auch, wie nach dem Studium die Chancen für einen Einsatz als Lehrer/-in stehen.

Sinnvoll kann es sein, sich mindestens für ein Fach zu entscheiden, das in verschiedenen Jahrgangsstufen in der von Ihnen favorisierten Schulart in größerem Stundenumfang unterrichtet wird. Solche Fächer haben ein großes Volumen in der Stundentafel, und entsprechend höher ist der Bedarf an Lehrerinnen und Lehrern.

Detaillierte Informationen zum fächerspezifischen Lehrerbedarf  finden Sie hier:  

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