1. Navigation
  2. Inhalt
Inhalt

Zweite Phase: Vorbereitungsdienst

Die Ausgestaltung und Durchführung des Vorbereitungsdienstes (VBD) erfolgt auf der Grundlage der Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus über den Vorbereitungsdienst und die Staatsprüfung für Absolventen mit Masterabschluss sowie die Zweite Staatsprüfung für Lehrämter an Schulen im Freistaat Sachsen (Lehramtsprüfungsordnung II - LAPO II) vom 12. Januar 2016, zuletzt geändert durch Verordnung vom 02.07.2019, in der jeweils geltenden Fassung.

Ziel der Ausbildung

Die Studienreferendare für die Lehrämter an Grundschulen, an Oberschulen, an Gymnasien, an berufsbildenden Schulen und für das Lehramt Sonderpädagogik sollen die pädagogischen und fachdidaktischen Kenntnisse, Erfahrungen und Fähigkeiten, die sie während des Studiums an der Hochschule erworben haben, in engem Bezug zur Schulpraxis so erweitern und vertiefen, dass sie verantwortlich und erfolgreich den Erziehungs- und Bildungsauftrag als Lehrkraft wahrnehmen können.

Mit dem Bestehen der Staatsprüfung wird die Lehrbefähigung für das Lehramt an Grundschulen, das Lehramt an Oberschulen, das Lehramt an Gymnasien, das Lehramt an berufsbildenden Schulen bzw. für das Lehramt Sonderpädagogik in den jeweiligen Unterrichtsfächern, Förderschwerpunkten oder beruflichen Fachrichtungen erworben.

Ablauf der Ausbildung

Der Vorbereitungsdienst beginnt zweimal jährlich zu den von dem Landesamt für Schule und Bildung festzusetzenden Terminen im ersten und zweiten Unterrichtshalbjahr. Der Vorbereitungsdienst gliedert sich in drei Ausbildungsabschnitte. Jeder Ausbildungsabschnitt dauert ein Unterrichtshalbjahr.

Der Studienreferendar arbeitet an vier Wochentagen in seiner Ausbildungsschule und an einem Tag der Woche an der zugewiesenen Lehrerausbildungsstätte des Landesamtes für Schule und Bildung an den Standorten Chemnitz (mit Außenstelle Annaberg-Buchholz), Dresden (mit Außenstelle Löbau) und Leipzig.

Während des Vorbereitungsdienstes befindet sich der Studienreferendar, wenn er die Voraussetzungen für die Ernennung zum Beamten erfüllt, in einem Beamtenverhältnis auf Widerruf. Andernfalls wird der Vorbereitungsdienst in einem öffentlich-rechtlichen Ausbildungsverhältnis im Sinne des § 18 Abs. 2 Satz 1 des Sächsischen Beamtengesetzes absolviert.

Vorbereitungsdienst in Teilzeit

Der Vorbereitungsdienst kann auf Antrag des Studienreferendars in Teilzeit absolviert werden, wenn er

  • mindestens ein Kind unter 18 Jahren oder einen nach ärztlichem Gutachten pflegebedürftigen sonstigen nahen Angehörigen tatsächlich betreut oder pflegt,
  • neben dem Vorbereitungsdienst noch in einem weiteren Fach oder einer weiteren Fachrichtung eine Erweiterungsprüfung nach § 22 Lehramtsprüfungsordnung I anstrebt oder
  • neben dem Vorbereitungsdienst habilitiert oder eine Dissertation bearbeitet.

In diesem Fall dauert der Vorbereitungsdienst 4 Unterrichtshalbjahre und wird im öffentlich-rechtlichen Ausbildungsverhältnis nach § 18 Abs. 2 Satz 1 des Sächsischen Beamtengesetzes absolviert. Der Antrag auf Durchführung des Vorbereitungsdienstes in Teilzeit muss bereits mit dem Antrag auf Zulassung zum Vorbereitungsdienst gestellt werden. Da die Unterrichtsverpflichtung während des Vorbereitungsdienstes in Teilzeit nach § 14 Abs. 6 LAPO II reduziert wird, werden während des gesamten Vorbereitungsdienstes Ausbildungsbezüge in Höhe von 75% der vollen Ausbildungsbezüge gewährt.

Berufsbegleitender Vorbereitungsdienst

Der Vorbereitungsdienst kann auf Antrag auch berufsbegleitend absolviert werden. Zum berufsbegleitenden Vorbereitungsdienst (bbVBD) kann zugelassen werden, wer im Freistaat Sachsen unbefristet an einer öffentlichen Schule mit mindestens der Hälfte des Regelstundenmaßes tätig ist.

In Abweichung von § 12 Abs. 2 LAPO II ist eine Eingangsphase, die der Einführung in die Erziehungs- und Unterrichtstätigkeit unter Anleitung (begleiteter Unterricht) dient, im berufsbegleitenden Vorbereitungsdienst nicht vorgesehen. Aus diesem Grund dauert der Vorbereitungsdienst in diesem Fall 2 Unterrichtshalbjahre.

Der berufsbegleitende Vorbereitungsdienst schließt mit einer Staatsprüfung ab.

Den Antrag und das Merkblatt zum berufsbegleitenden Vorbereitungsdienst für ein Lehramt an Schulen im Freistaat Sachsen gemäß LAPO II finden Sie in der rechten Spalte dieser Seite.

Seiteneinstieg in den Vorbereitungsdienst

Auch mit einem nicht lehramtsbezogenen Hochschulabschluss ist es im Freistaat Sachsen möglich, sich für den Vorbereitungsdienst zu bewerben.

Nähere Informationen finden Sie in dem Merkblatt „Seiteneinstieg in den Vorbereitungsdienst“.

Für die Bewerbung in den Vorbereitungsdienst ohne lehramtsbezogenen Hochschulabschluss gelten die allgemeinen Ausführungen zu der Bewerbung für den Vorbereitungsdienst.