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18-monatiger VBD

Die Ausgestaltung und Durchführung des 18-monatigen Vorbereitungsdienstes erfolgt auf der Grundlage der Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus über den Vorbereitungsdienst und die Staatsprüfung für Absolventen mit Masterabschluss sowie die Zweite Staatsprüfung für Lehrämter an Schulen im Freistaat Sachsen vom 12. Januar 2016 in der jeweils aktuellen Fassung. (SächsGVBl.S.9 )

Ziele der Ausbildung

Die Lehramtsanwärter für die Lehrämter an Grundschulen, Mittelschulen und das Lehramt Sonderpädagogik sowie die Studienreferendare für die Höheren Lehrämter an Gymnasien und berufsbildenden Schulen sollen die pädagogischen und fachdidaktischen Kenntnisse, Erfahrungen und Fähigkeiten, die sie während des Studiums an der Hochschule erworben haben, in engem Bezug zur Schulpraxis so erweitern und vertiefen, dass sie verantwortlich und erfolgreich den Erziehungs- und Bildungsauftrag als Lehrkräfte wahrnehmen können.

Mit dem Bestehen der Staatsprüfung wird die Lehrbefähigung für das Lehramt an Grundschulen, an Mittelschulen, für das Lehramt Sonderpädagogik bzw. für das Höhere Lehramt an Gymnasien oder an berufsbildenden Schulen in den jeweiligen Unterrichtsfächern, Förderschwerpunkten oder beruflichen Fachrichtungen erworben.

Zulassungsverfahren und Ansprechpartner

Bitte beachten Sie, dass der Antrag auf Zulassung zum Vorbereitungsdienst bis zu dem jeweiligen Bewerbungsschluss (Ausschlussfrist!) in der Sächsischen Bildungsagentur eingegangen sein muss. Ein Nachreichen von Unterlagen ist grundsätzlich nicht möglich. Eine Ausnahme gilt nur für das Zeugnis über die Erste Staatsprüfung/den lehramtsbezogenen Master-Abschluss bzw. eine vorläufige Bescheinigung über das Bestehen der entsprechenden Prüfung, das Zeugnis über das Bestehen einer entsprechenden Erweiterungsprüfung und von Bewerbern, die das Fach Evangelische Religion oder Katholische Religion gewählt haben, eine vorläufige kirchliche Unterrichtserlaubnis.

Einstellung Bewerbungsschluss Nachreichfrist
01.08.2017 01.03.2017 01.06.2017
01.02.2018 01.09.2017 01.12.2017

Maßgebend für die Einhaltung der Bewerbungsfrist ist der Eingangstempel der Sächsischen Bildungsagentur.

Ansprechpartner für die Einstellung in den Vorbereitungsdienst sind:

 

Sächsische Bildungsagentur, Regionalstelle Dresden

Großenhainer Straße 92, 01127 Dresden
Dienstag: 9:00 Uhr - 11:00 Uhr und 13:00 Uhr - 15:00 Uhr
Donnerstag: 13:00 Uhr - 15:00 Uhr
(im Einzelfall ist eine individuelle Terminabsprache telefonisch möglich)

Frau Koscholleck (0351 8439 434)
susann.koscholleck@sbad.smk.sachsen.de
Frau Hohl (0351 8439 425)
sandra.hohl@sbad.smk.sachsen.de

 

Sächsische Bildungsagentur, Regionalstelle Leipzig

Nonnenstraße 44c, 04229 Leipzig
Dienstag: 9:00 Uhr – 12:00 Uhr und 13:30 Uhr – 16:00 Uhr  
Donnerstag: 9:00 Uhr – 12:00 Uhr
(im Einzelfall ist eine individuelle Terminabsprache telefonisch möglich)

Frau Heuschneider (0341 4945 962)
dana.heuschneider@sbal.smk.sachsen.de
Herr Schlicke (0341 4945 964)
ronald.schlicke@sbal.smk.sachsen.de

      Ablauf der Ausbildung

      Der Vorbereitungsdienst dauert 18 Monate und beginnt am 1. Februar und am 1. August eines jeden Jahres. Er gliedert sich in drei Ausbildungsabschnitte, jeder Abschnitt dauert ein Unterrichtshalbjahr.

      Der Lehramtsanwärter/Studienreferendar arbeitet an vier Wochentagen in seiner Ausbildungsschule und an einem Tag der Woche an der zugewiesenen Lehrerausbildungsstätte der Sächsischen Bildungsagentur an den Standorten Chemnitz, Dresden und Leipzig.

      Während des Vorbereitungsdienstes befindet sich der Lehramtsanwärter/Studienreferendar in einem öffentlich-rechtlichen Ausbildungsverhältnis und erhält Ausbildungsbezüge.

      Vorbereitungsdienst in Teilzeit

      Ab dem 01.02.2017 ist es auch möglich, den Vorbereitungsdienst in Teilzeit zu absolvieren, wenn der Lehramtsanwärter/Studienreferendar 

      • mindestens ein Kind unter 18 Jahren oder einen nach ärztlichem Gutachten pflegebedürftigen sonstigen nahen Angehörigen tatsächlich betreut oder pflegt,
      • neben dem Vorbereitungsdienst noch in einem weiteren Fach oder einer weiteren Fachrichtung eine Erweiterungsprüfung nach § 22 Lehramtsprüfungsordnung I anstrebt oder
      • neben dem Vorbereitungsdienst habilitiert oder eine Dissertation bearbeitet.

      In diesem Fall dauert der Vorbereitungsdienst 24 Monate. Der Antrag auf Durchführung des Vorbereitungsdienstes in Teilzeit muss bereits mit dem Antrag auf Zulassung zum Vorbereitungsdienst gestellt werden. Da die Unterrichtsverpflichtung während des Vorbereitungsdienstes in Teilzeit nach § 14 Absatz 6 Lehramtsprüfungsordnung II reduziert wird,  werden während des gesamten Vorbereitungsdienstes von 24 Monaten Ausbildungsbezüge in Höhe von 75% der vollen Ausbildungsbezüge gewährt.

      Berufsbegleitender Vorbereitungsdienst 

      Der Vorbereitungsdienst kann auf Antrag auch berufsbegleitend absolviert werden. Zum berufsbegleitenden Vorbereitungsdienst kann zugelassen werden, wer im Freistaat Sachsen unbefristet an einer öffentlichen Schule mit mindestens der Hälfte des Regelstundenmaßes tätig ist.

      In Abweichung von § 12 Absatz 2 Lehramtsprüfungsordnung II ist eine Eingangsphase, die der Einführung in die Erziehungs- und Unterrichtstätigkeit unter Anleitung (begleiteter Unterricht) dient, im berufsbegleiteten Vorbereitungsdienst nicht vorgesehen. Aus diesem Grund dauert der Vorbereitungsdienst in diesem Fall 12 Monate.

      Der Vorbereitungsdienst schließt mit einer Staatsprüfung ab.

      Den Antrag und das Merkblatt zum berufsbegleitenden Vorbereitungsdienst für ein (Höheres) Lehramt an Schulen im Freistaat Sachsen gemäß LAPO II finden Sie in der rechten Spalte dieser Seite. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem genannten Merkblatt.

      Ausbildung an der Sächsischen Bildungsagentur

      Die Ausbildung der Lehramtsanwärter/Studienreferendare an der Sächsischen Bildungsagentur umfasst Schwerpunkte der Didaktik und Methodik unter Berücksichtigung der Bildungswissenschaften in Bezug auf die Unterrichtsfächer, die Förderschwerpunkte oder die beruflichen Fachrichtungen. Zudem werden Schwerpunkte des Schulrechts gelehrt.

      Der Lehramtsanwärter/Studienreferendar wird von seinen Ausbildern (Lehrbeauftragten) betreut. Grundlage dafür bilden die im Curriculum definierten Ausbildungsziele. Die Lehrbeauftragten vermitteln praxisbezogen und kompetenzorientiert die festgelegten Ausbildungsinhalte, hospitieren im Unterricht des Lehramtsanwärters/Studienreferendars, besprechen mit ihm die hospitierten Unterrichtsstunden und geben ihm Gelegenheit, in ihrem Unterricht zu hospitieren.

      Ausbildung an der Ausbildungsschule

      Während des ersten Ausbildungsabschnittes absolviert der Lehramtsanwärter/Studienreferendar wöchentlich in der Regel 16 Unterrichtsstunden. Er hospitiert und führt zunehmend wöchentlich acht bis zehn Stunden begleiteten Unterricht durch.

      Ab dem zweiten Ausbildungsabschnitt hospitiert der Lehramtsanwärter/Studienreferendar in seinen Unterrichtsfächern oder beruflichen Fachrichtungen mindestens drei Unterrichtsstunden wöchentlich und unterrichtet in der Regel zwölf Unterrichtsstunden pro Woche selbstständig. Der selbstständige Unterricht erfolgt im Rahmen eines Lehrauftrages.  Die Mentoren hospitieren je Unterrichtsfach oder beruflicher Fachrichtung in der Regel zwei Stunden wöchentlich.

      Der Schulleiter bildet den Lehramtsanwärter/Studienreferendar in Angelegenheiten der Schulorganisation aus. Er beauftragt einen Mentor, der auch in die inhaltlichen und organisatorischen Aufgaben des Klassenlehrers einführt, und einen weiteren oder mehrere weitere Mentoren für die jeweiligen Unterrichtsfächer, den Förderschwerpunkt oder die beruflichen Fachrichtungen. Die Mentoren begleiten, beraten und unterstützen den Lehramtsanwärter/Studienreferendar regelmäßig während seiner Ausbildungszeit.

      Seiteneinstieg in den Vorbereitungsdienst

      Auch mit einem nicht lehramtsbezogenen Hochschulabschluss ist es im Freistaat Sachsen möglich, sich für den Vorbereitungsdienst zu bewerben.

      Nähere Informationen finden Sie in dem Merkblatt „Seiteneinstieg in der Vorbereitungsdienst“.

      Für die Bewerbung in den Vorbereitungsdienst ohne lehramtsbezogenen Hochschulabschluss gelten die allgemeinen Ausführungen zu der Bewerbung für den Vorbereitungsdienst.

      Marginalspalte

      Rechtliche Grundlage

      Bekanntmachung des Sächsischen Staatministeriums für Kultus gemäß § 33 der Lehramtsprüfungsordnung II

      © Sächsisches Staatsministerium für Kultus