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Seiteneinstieg

1. Was ist unter Seiteneinsteigern im Schuldienst zu verstehen?

Seiteneinsteiger sind Personen, die ohne grundständige Lehramtsausbildung

über eine Qualifizierung im Rahmen eines Vorbereitungsdienstes (VBD)

über eine Lehrtätigkeit an einer Schule in Verbindung mit einer berufsbegleitenden Qualifizierung

eine dauerhafte Tätigkeit im Schuldienst des Freistaates Sachsen anstreben

 

Seiteneinstieg in den VBD

 

Bewerben Sie sich zu den vorgesehenen Terminen um Aufnahme in den Vorbereitungsdienst!

 

Seiteneinstieg in den Schuldienst

 

Bewerben Sie sich zu den vorgesehenen Terminen um Einstellung in den Schuldienst!

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2. Auf welchen Wegen ist der Seiteneinstieg möglich?

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3. Welche Schularten und Fächer kommen für Seiteneinsteiger in Frage?

Seiteneinstieg in den Vorbereitungsdienst (VBD)

 

Seiteneinstieg in den Schuldienst

Der Seiteneinstieg in den VBD wird nur in Bedarfsfächern, wie:
• Physik,
• Chemie,
• Informatik,
• Mathematik,
• Biologie,
• teilweise Fremdsprachen und
• insbesondere in den gewerblich-technischen Fachrichtungen der Berufsbildung

und nur in den Lehrämtern Mittelschule, Gymnasium und berufsbildende Schule ermöglicht. Für die Lehrämter an Grundschulen und Förderschulen ist ein Seiteneinstieg in den VBD nicht möglich.
Voraussetzung  für einen Seiteneinstieg in den VBD der Lehrämter Mittelschule, Gymnasium und berufsbildende Schulen ist ein universitärer Masterabschluss oder ein diesem gleichstehender Abschluss. Dieser soll Studieninhalte umfassen, die sich zwei Fächern der gewünschten Schulart zuordnen lassen. Die Studieninhalte je Fach bilden dabei jeweils eine inhaltliche Bandbreite ab, die eine gute fachliche Basis bietet, die komplexen Inhalte der Lehrpläne in den Schularten bearbeiten zu können. Der Umfang der einzelnen Fachanteile soll sich außerdem durch einen hinreichend hohen Anteil an Leistungspunkten oder Semesterwochenstunden belegen lassen. Angebote für den Seiteneinstieg im VBD können nur unterbreitet werden, wenn freie Ausbildungsplätze, die nicht von regulären Studienabsolventen in Anspruch genommen werden, zur Verfügung stehen.
 

Grundsätzlich werden freie Stellen im sächsischen Schuldienst mit Bewerberinnen und Bewerbern besetzt, die den Abschluss der Ersten und Zweiten Staatsprüfung für ein Lehramt mit Lehrbefähigung in mindestens zwei Fächern oder eine vergleichbare Lehrerausbildung nachweisen können. Wenn ein Einstellungsbedarf besteht, der nicht vollständig mit grundständig ausgebildeten Lehrkräften abzudecken ist, können auch Bewerberinnen und Bewerber ohne eine grundständige Lehrerausbildung Einstellungsangebote im Rahmen eines Einstellungsverfahrens erhalten.

Vor allem in den Schularten Grundschule und Förderschule ist es aufgrund des derzeit bestehenden Bedarfes möglich, dass solche Angebote unterbreitet werden. Aber auch in den sächsischen Oberschulen und Gymnasien kann regionalspezifisch in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) und den Fremdsprachen eine vergleichbare Situation eintreten. Bei den berufsbildenden Schulen sind in erster Linie die gewerblich-technischen Fächer betroffen.

Interessenten mit einem universitären Hochschulabschluss, der die Zuordnung zu mindestens einem Unterrichtsfach der entsprechenden Schulart ermöglicht, können ein Einstellungsangebot mit der Auflage erhalten, fehlende pädagogische Qualifikationen in ihrem Fach berufsbegleitend auszugleichen. Auch eine Qualifizierung in einem zweiten Fach ist später möglich.

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4. Wie erfolgt die Qualifizierung bei einem Seiteneinstieg in den Schuldienst?

Sie haben sich als Seiteneinsteiger/-in für eine Lehrtätigkeit an Grundschulen im Freistaat Sachsen beworben? Wenn Sie einen universitären Hochschulabschluss nachweisen, der die Zuordnung zu mindestens einem Unterrichtsfach der Schulart Grundschule ermöglicht, kann Ihnen der Freistaat Sachsen ein Qualifizierungsangebot unterbreiten, mit dem Sie berufsbegleitend über Hochschulstudien und eine anschließende schulpraktische Ausbildung einen regulären Lehramtsabschluss erreichen können. Die wissenschaftliche Ausbildung erfolgt an der Universität Leipzig bzw. der TU Dresden. Sie dauert vier Semester und umfasst je zwei Studientage pro Woche. Drei Wochentage sind für die arbeitsvertraglich vereinbarte eigene Unterrichtstätigkeit an der Grundschule vorgesehen (Teilzeit). In den Ferien sind im Rahmen der wissenschaftlichen Ausbildung zusätzliche Kompaktphasen geplant. Die wissenschaftliche Ausbildung ist modular aufgebaut. Das Bestehen aller notwendigen Modulprüfungen berechtigt  zur Aufnahme der schulpraktischen Ausbildung. Diese wird mit einer Staatsprüfung abgeschlossen.

Für die Lehrämter Mittelschule, Gymnasium und Berufsbildende Schule ist die berufsbegleitende Qualifizierung von Seiteneinsteigern in den Schuldienst ebenfalls möglich. Bei Bedarf können Personen mit universitärem Masterabschluss oder einem diesem gleichgestellten Hochschulabschluss, aus dem mindestens ein Fach dieser Schularten (bzw. eine berufliche Fachrichtung) ableitbar ist, eine schulpraktische Ausbildung absolvieren und damit eine Lehrbefähigung für dieses eine Fach (bzw. die berufliche Fachrichtung) erwerben. Eine Qualifizierung für ein zweites Fach ist später ebenfalls möglich.

Ausführliche Informationen dazu finden Sie in Lehrer-Qualifizierungesverordnung.

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5. Wo kann ich mich bewerben, wenn ich am Seiteneinstieg interessiert bin?

Seiteneinstieg in den Vorbereitungsdienst (VBD) Seiteneinstieg in den Schuldienst

Der Seiteneinstieg in den VBD wird bei Vorliegen der entsprechenden fachlichen Voraussetzungen jedoch nur in Bedarfsfächern, wie: 

  • Physik,
  • Chemie,
  • Informatik,
  • Mathematik, 
  • Biologie,
  • teilweise Fremdsprachen und 
  • insbesondere in den gewerblich-technischen Fachrichtungen der Berufsbildung

und nur in den Lehrämtern Mittelschule, Gymnasium und berufsbildende Schule ermöglicht.

Bewerbungen um einen Seiteneinstieg in den VBD können außerdem im Auswahlverfahren nur berücksichtigt werden, wenn die Zahl der Ausbildungsplätze in dem jeweiligen Lehramt höher ist, als die Zahl der grundständig ausgebildeten Bewerber. Informationen über den Vorbereitungsdienst in Sachsen und die Bewerbungsmodalitäten finden Sie hier.

Wenn ein Einstellungsbedarf besteht, für den keine grundständig ausgebildeten Bewerberinnen und Bewerber zur Verfügung stehen, können auch Seiteneinsteiger Einstellungsangebote erhalten.

Nähere Informationen zum Einstellungsverfahren finden Sie hier.

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6. Kann ich unabhängig von spezifischen Angeboten für Seiteneinsteiger auf der Grundlage meines bereits erworbenen Berufsabschlusses eine Qualifizierung als Lehrer/in erreichen?

Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, sich zum Erwerb einer weiteren Berufsqualifikation in Form eines Lehramtsabschlusses an einer Universität zu bewerben. Voraussetzungen sind jedoch in der Regel das Abitur und begünstigend ein Hochschulabschluss, aus dem sich mindestens ein Unterrichtsfach der entsprechenden Schulart ableiten lässt. Auf dieser Grundlage kann ein Lehramtsstudium begonnen werden, auf das Leistungen der Erstausbildung anrechenbar sind.

Darüber entscheidet im Einzelfall die ausbildende Universität im Rahmen des Immatrikulationsverfahrens. Erfahrungen zeigen, dass der Umfang dieses weiteren Studiums je nach Vorleistung unterschiedlich bestimmt wird, jedoch in der Regel zwei bis drei Jahre nicht unterschritten werden. Zudem können für dieses Zweitstudium Studiengebühren fällig werden. Nach erfolgreichem Bestehen der ersten Staatsprüfung können Sie sich für den Vorbereitungsdienst bewerben. Danach ist eine Bewerbung für den Schuldienst als regulärer Absolvent - und nicht als Seiteneinsteiger - möglich. Wenn Sie Interesse an diesem Ausbildungsweg haben, sollten Sie sich im Vorfeld an die Studienberatung der Universitäten wenden.

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Sie interessieren sich für die Einstellungsmöglichkeiten im sächsischen Schuldienst? Das Kultusministerium möchte Sie gern mit Informationen und Angeboten begleiten.

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