1. Navigation
  2. Inhalt
Inhalt
 

Berufseinstieg und Karriere

1. In welchen Schularten und -fächern besteht im sächsischen Schuldienst Bedarf?

Im Mittelpunkt des Bedarfs stehen vor allem die Lehrämter an Grundschulen, an Förderschulen und Oberschulen. Etwas verhaltener sind die Möglichkeiten für das Lehramt an Gymnasien, hier sind hauptsächlich die Sprachen und die naturwissenschaftlichen Fächer gefragt, im berufsbildenden Bereich sind es die technisch-gewerbliche Fachrichtungen.

Aus regionaler Perspektive ist der Lehrereinstellungsbedarf außerhalb der beiden Großstädte Leipzig und Dresden besonders groß.

Hier finden Sie Hinweise zur Entwicklung des Lehrerbedarfs in den verschiedenen Schularten und -fächern.

Hilfreich?
(25)
 

2. Welche Rolle spielen meine Studienleistungen bei der Einstellung?

Die Einstellung in den sächsischen Schuldienst erfolgt nach Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung. Diese so genannte „Bestenauswahl“ erfolgt nach festen Kriterien. Die Auswahl zwischen den Bewerberinnen und Bewerbern wird an Hand einer so genannten Leistungszahl getroffen, die sich im Wesentlichen aus den Noten der Ersten und Zweiten Staatsprüfung bzw. des Masters und der Staatsprüfung ergibt. Darüber hinaus fließen Berufserfahrung und die gewünschte Einsatzregion ein. Bei gleicher Leistungszahl werden weitere Kriterien wie Schwerbehinderung, Zusatzqualifikationen oder soziale Belange herangezogen. Mit anderen Worten: Gute Studienleistungen, die sich in guten Durchschnittsnoten in den Staatsprüfungen niederschlagen, sind von großem Vorteil. Jährlich findet zum 01.08. und zum 01.02. ein Einstellungsverfahren statt.

Hilfreich?
(20)
 

3. Welche Möglichkeiten für den Einstieg in den Lehrerberuf habe ich mit dem 1. Staatsexamen?

Für die Übergangszeit bis zum Beginn des regulären Vorbereitungsdienstes können Sie sich für das Programm Unterrichtsversorgung im Personalreferat einer Regionalstelle der Sächsischen Bildungsagentur melden. Im Rahmen dieses Programms werden für längerfristig ausfallende Stammlehrkräfte Vertretungslehrkräfte eingesetzt. Wenn für Ihr Qualifikationsprofil Bedarf besteht, wird ein befristeter Arbeitsvertrag geschlossen. Derzeit stellt die Sächsische Bildungsagentur zur Vermeidung von Unterrichtsausfall verstärkt Vertretungslehrkräfte befristet ein, entweder für nur wenige Wochenstunden oder in Vollzeit. Auch im Zusammenhang mit den Ganztagsangeboten bestehen Möglichkeiten, an den Schulen zu arbeiten. Hier lohnt sich eine direkte Kontaktaufnahme mit den entsprechenden Schulen oder den jeweiligen Regionalstelle der Sächsischen Bildungsagentur.

In einzelnen Schularten und Regionen ist mit dem ersten Staatsexamen auch eine unbefristete Einstellung in den Schuldienst möglich. Für diejenigen, die unbefristet im sächsischen Schuldienst eingestellt sind, wurde die Möglichkeit geschaffen, den Vorbereitungsdienst berufsbegleitend zu absolvieren. Die Höhe der Unterrichtsverpflichung während des Vorbereitungsdienstes wird individuell vereinbart.
 

Hilfreich?
(26)
 

4. Kann ich mich nach dem 2. Staatsexamen auch für andere Schularten bewerben?

Ja, das ist möglich. Es erhöht die Chancen auf eine Einstellung dann deutlich, wenn es sich um Schularten handelt, bei denen der Bedarf an Lehrkräften besonders hoch ist (Grundschule, Oberschule, Förderschule) und die Fachkombination des eigenen Studienganges weniger nachgefragt ist. In den vergangenen Jahren erhielten z. B. für das Lehramt an Gymnasien ausgebildete Absolventinnen und Absolventen auch Einstellungsangebote für Oberschulen und Grundschulen.
Hilfreich?
(15)
 

5. Kann ich nach meinem Studium auch in einem anderen Bundesland als Lehrer/-in arbeiten?

Ja. Lehramtsabsolventinnen und Lehramtsabsolventen wird der gleichberechtigte Zugang zum Vorbereitungsdienst für den ihrem Abschluss entsprechenden Lehramtstyp ermöglicht, unabhängig vom Land, in dem der Abschluss erworben wurde. Gleiches gilt für Absolventinnen und Absolventen des Vorbereitungsdienstes. Näheres dazu ist im Beschluss der Kultusministerkonferenz „Regelungen und Verfahren zur Erhöhung der Mobilität und Qualität von Lehrkräften“ vom März 2013  ausgeführt.

Die Bewerbungsmodalitäten und Fristen der einzelnen Länder können jedoch variieren.

Hilfreich?
(10)
 

6. Wie sind meine beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten als Lehrer/-in?

An der Schule stehen Ihnen – je nach Schulart – verschiedene fachliche Entwicklungsmöglichkeiten offen, wie z. B. Oberstufenberater/-in, Fachleiter/-in und Beratungslehrer/-in. Über die eigene Schule hinaus wirken Fachberaterinnen und Fachberater, die für ein bestimmtes Unterrichtsfach regional für die Schulaufsicht tätig werden. Für Lehrerinnen und Lehrer, die verstärkt Management- und Führungsaufgaben wahrnehmen möchten, ist auch die Entwicklung zur Schulleiterin/zum Schulleiter oder stellvertretende(r) Schulleiter/-in eine interessante Option. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, sich für den Auslandsschuldienst zu bewerben.

Hilfreich?
(20)
 

7. Was bringt das Maßnahmenpaket „Zukunftsfähige Schule für Sachsen“ vom Oktober 2016 für mich?

Höhere Bezahlung der während Ihres Vorbereitungsdienstes

Die finanziellen Bedingungen während des Vorbereitungsdienstes in Sachsen werden verbessert. Lehramtsanwärter können Gehaltszuschläge von 390 Euro pro Monat  erhalten. Sobald die rechtlichen Rahmenbedingungen dafür festgelegt sind, werden alle Lehramtsanwärter in Sachsen darüber informiert und können diesen Zuschlag rückwirkend ab Februar 2017 erhalten.

Mehr Geld für Lehrerinnen und Lehrer an Oberschulen

Grundständig ausgebildete Oberschullehrer können von Beginn an ein Entgelt der Entgeltgruppe 13 TV-L anstelle der Entgeltgruppe 11 erhalten. Die bisherige vierjährige Wartezeit fällt weg. Die Änderung bedeutet eine monatliche Einkommensverbesserung von 460 Euro brutto. Als Folge steigen gleichzeitig die Einkommen der Lehramtsanwärter an Oberschulen.

Absenken der Unterrichtsverpflichtung für Lehrerinnen und Lehrer an Grundschulen

Das Regelstundenmaß für Grundschullehrer wird von 28 auf 27 Wochenstunden ab dem Schuljahr 2017/2018 abgesenkt.

Zulagen, um junge Lehrer zu gewinnen

Seit dem 1. Januar 2017 kann bei der Einstellung in den Schuldienst eine tarifliche Zulage in Höhe der Differenz von bis zu zwei Erfahrungsstufen des TV-L gewährt werden. Die Zulage wird in erster Linie bei der Einstellung von Lehrkräften für Schulen in ländlichen Regionen des Freistaates Sachsen gezahlt. Sie kann allerdings auch bei einem Einsatz in den städtischen Ballungsräumen gewährt werden, beispielsweise um Lehrkräfte für sogenannte Mangelfächer zu gewinnen. Die Zulage beträgt zum Berufseinstieg monatlich bis zu 600 Euro brutto.

 

Hilfreich?
(14)
 

Marginalspalte

Sie interessieren sich rund um das Thema "Lehrer werden in Sachsen"? Das Kultusministerium begleitet Sie mit Informationen und Angeboten:

 
Jetzt anmelden

Wissenswertes und Erfahrungsaustausch auf Facebook

Bild: Facebook Logo

KLASSE exklusiv für Lehramtsstudierende

Bild:

Ein Magazin rund um alle Fragen, wie es nach dem Studium weitergeht.

© Sächsisches Staatsministerium für Kultus